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Grabstein - Geschichte

Vor griechischen und römischen Städten wurden bereits in der Antike komplette, damals s.g. Gräberstraßen angelegt, einige dieser Städte sind Pompeji, Athen oder Via Appia im heutigen Italien. Diese Grab- oder Gräberstraßen waren nicht nur mit Monumenten und Tempeln besetzt, sondern auch mit zahllosen Grabsteinen, diese Grabsteine waren in Form von Stelen vorzufinden, es handelte sich also um stehende Grabsteine. Grabsteine römischer Prägung waren überall dort zu finden, bis wohin sich die römische Vorherrschaft erstreckte, natürlich gilt das Gleiche für die damalige römische Kolonisation. In das Brauchtum der Christen wurde diese Sitte der Römer übernommen, also ist ein Grabstein nicht ursprünglich den Christen zu zurechnen, auch wurden Steinsarkophage von den Christen zur damaligen Zeit genutzt. Genau wie bei den Römern waren die Stätten der Beisetzungen vor den Toren der jeweiligen Stadt. Da früher in den Kirchen die Fürbitte für die Seelen der Verstorbenen gehalten wurde, wurde es Brauch, bestimmte Personengruppen um oder unter der Kirche zu bestatten. Bei diesen Personen handelte es sich z.B. um Adelige, Wohlhabende, Geistliche oder verdiente Bürger der Stadt. Um die Grabstelle zu markieren, wurde nicht ein Grabstein, wie wir ih heute kennen verwendet, sondern eine Grabplatte mit Inschrift aber auch mit einem Bild des Verstorbenen in Form eines Reliefs. Als Material für die beschriebene Grabplatte, wurden Werkstoffe wie Kalkstein, Sandstein, Granit oder Schiefer verwendet, als Alternative fand auch Metall, wie z.B. Messing oder Bronze Verwendung. Die Grabplatten wurden, wenn der Boden der Kirche oder Kapelle bereits vollständig für Grabplatten genutzt wurde, aufrecht an die Wände positioniert. Zu einem späteren Zeitpunkt ging man dazu über auch die liegenden Grabplatten aufrecht zu befestigen, um sie vor den Tritten der Besucher zu bewahren. Gemeindemitglieder die weniger Ansehen genossen, wurden in unmittelbarer Nähe der Kirche bestattet, aber eben nicht in ihr, die Bestattungen fanden angrenzend zum Kirchhof statt, auch ihre Grabplatten wurden an den Außenwänden der Kirche angebracht.

 

Wie der Mensch mit seinen Verstorbenen umgeht, ist und war zu allen Zeiten auch ein Spiegel seiner Kultur. Die beeindruckendsten Grabsteine dieser Welt, und gleichzeitig auch einige der ältesten, sind sicher die ägyptischen Pyramiden. Allerdings wurde die Ehre einer so pompösen Bestattung nur den höchsten Würdenträgern zuteil. Bestattungen der unteren Schichten fanden weitaus schlichter statt. 

Eine erste Hoch-Zeit der allgemeinen Friedhofskultur fand in der Antike statt. Ob Athen oder Pompeji – in den aufstrebenden Städten des antiken Griechenlands und des alten Roms wurden die Toten ehrenvoll in sogenannten Gräberstraßen beigesetzt. Ganz im Stil der Zeit waren diese Gräberstraßen mit weithin sichtbaren Tempeln und imposanten Monumenten bebaut. Zahllose kleinere aber sehr individuelle Grabsteine erinnerten an die Toten, die entlang der Gräberstraßen beerdigt wurden. Der Grabstein jener Zeit war üblicherweise in Form der Stele gearbeitet – ein aufrecht stehender Stein, kunstvoll mit Inschriften oder Skulpturen versehen.

Mit der Ausweitung des römischen Imperiums verbreitete sich auch die römische Friedhofskultur. Der Grabstein nach römischem Vorbild verbreitete sich im gesamten römischen Weltreich. Bevor man in unseren Breiten jedoch zum Grabstein der Römer überging, waren christliche Steinsarkophage die übliche Beisetzungsart. Die Beisetzungen selbst erfolgten vor den Mauern der Stadt. Adligen, Geistlichen, Wohlhabenden oder anderweitig ehrbaren Bürgern wurde dabei allerdings das Vorrecht zuteil, einen besonders ehrenvollen Beisetzungsplatz zu erhalten: Nur dieser auserwählte Personenkreis wurde in jener Zeit direkt unter der Kirche selbst begraben. Die Gräber in den engen Begräbnisgewölben der Kirche wurden jedoch noch nicht mit einem Grabstein markiert. Stattdessen nutzte man die steinerne Grabplatte selbst, um Namen, wichtige Lebensdaten und Ruhmestaten des Verblichenen als Inschrift zu hinterlassen. 

Oft waren diese Grabplatten auch mit dem Abbild des Verstorbenen verziert. Die Steinmetze jener Zeit meißelten diese oft kunstvollen letzten Ruhestätten aus wertvollem Naturstein. Doch auch Materialien wie Bronze oder Messing wurden zur Fertigung der letzten Ruhestätte verwendet. Da die vergleichsweise großen Grabplatten allerdings sehr viel Platz beanspruchten, nahmen sie bald den gesamten Boden der Kirche oder der Beisetzungskapelle ein. Aus Gründen der Platzersparnis ging man schließlich dazu über, sie aufrecht stehend an den Wänden zu platzieren. Später wurde es üblich, sämtliche Grabplatten stehend anzubringen, um sie vor Beschädigung zu schützen. Befestigt wurden die damals als „Grabstein“ dienenden Steinplatten an den Mauern, die Kirche und Kirchhof umgaben. 

Je nach gesellschaftlichem Status und finanziellen Mitteln der Familie des Verstorbenen wurde die Grabplatte, später der Grabstein, entsprechend schlicht oder anspruchsvoll gearbeitet. Zur Herstellung der oft aufwendig gestalteten Sarkophage und Grabplatten entwickelte sich bereits damals ein eigens spezialisiertes Kunsthandwerk. Im 16. und 17. Jahrhundert schließlich wurden vorwiegend geschmiedete Grabkreuze als Grabstein für die nun individuell gekennzeichneten Gräber verwendet.

Die Friedhofskultur wandelt sich ständig und so hat auch unsere Zeit ihre ganz eigen Vorstellungen und Werte. Was bei aller Veränderung bleibt: Auch heute noch ist der Grabstein letzter Gruß und Stätte des Gedenkens an Menschen, die uns lieb waren.